und was wirst du vermissen, wenn du wieder in deutschland bist?euch alle. die siesta. die folklore. die ganzen abendene. die kinder vom comedor. die berge. die einfachheit des lebens...boahr, weisst du noch den duft von den unglaublich frischen pfirsichen, der im sommer beim vorbeifahren von ueberladenden lkws durch die strassen chilecitos zog??oder die nachbarin, die mir gestern aus ihrem garten ein paar orangen und mandarinen ruebergeworfen hat, sodass der hunger dannach nur viel groesser war. der wein, der der lechzenden zunge zeigt, was eine rote traube alles zu bieten hat. wobei die zunge nicht nur die traube schmeckt. sie schmeckt die feuerheissen sommer, die unzaehlbaren asados, den mate mit seinen minz oder zitronenblaettern. die gitarre, die trommel und die leidende stimme, die zusammen die folklore ergeben und von der einzigartigkeit dieses tales singt, davon wie richtig und schoen es ist, sich am fusse des berges famatinas in den schatten eines olivnebaumes zu setzten und einen mate mit guten freunden zu trinken. das dies der eigentliche grund ist zu leben. die momente zu teilen. das man so einfach vollkommen gluecklich sein kann. und ich denke, dies schmeckt die zunge sehr. und ich denke, das schmeckt der zunge sehr. und die zunge will mehr. nicht den wein, sondern die geschmaksknopsen weiter offen zu halten. den geschmack ab zu speichern. in die zunge zu legen. und mit nach deutschland zu nehmen. vaddern war da. ein bischen auf den spuren von seinem sohn aber auch auf eigenen spuren. 2 wochen hier sein ist wie ein tropfen wein auf der zunge. ein jahr wie ein glas wein auf der zunge. ein leben muss wie eine flasche sein. und haelt man sie hoch sieht man hinter dem dunklen saftigem rot die sonne glitzern. und ich halte die flasche still. doch der blutrote wein bewegt sich. und es tut gut dazu stehen, die kinder vom comedor zu sehen, die manchmal voll mit tueten von rosinen kommen. dank finanzieller hilfe bekommen wir endlich einen fussboden in den comedor. erst jetzt wo es allmaechlich dem ende zu geht, veraendert sich der bezug zu dem fussboden, dem chilecitenischen boden noch einmal. aber nicht nur zu chilecito oder argentinien. sonder zu ganz suedamerika. warum koennen hier so viele jugendliche die traditionellen taenze tanzen?sei es zu folklore aus bolivien, brasilien oder kolumbien. warum kann man sich da einfach nur neben setzten und anschauen wie unglaublich schoen sie sich zur musik bewegen koennen?oder einfach mit tanzen. man bekommt einen anderen bezug zur europaeischen kultur. nicht nur wie sie ist. sondern was sie kann,nicht so gut kann und was sie mit den menschen macht. sei es positiv oder negativ. es ist schoen zu wissen, dass sich die menschen hier mit etwas identifizieren und gleichzeitig offen sind. eine der wenigen guten sachen, die kolumbus auf diesem kontinent verursacht hat. die weintraube hier hin zu bringen. die rote weintraube hier hin zu bringen. so kann man bald schon die tage zaehlen und sich wundern wo das jahr eigentlich geblieben ist. bis einem klar wird, dass das jahr nicht vergangen oder weg ist. sondern in den koepfen der netten leute und dem eigem kopf steckt. und das ist gut zu wissen. denn da geht es nicht mehr so schnell raus. dafuer geh ich jetzt aber raus. das wars auf wiedersehen. fuers augo gibts noch ein paar fotos unterm schon genannten link!viele gruesse euer jochen

14.7.09 04:54

Werbung


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Friedrich (17.7.09 18:46)
Was kann ich dich nur beneiden. Hätte mir in meiner Jugend auch solch Möglichkeiten gewünscht. Behalte alles in guter Erinnerung und wenn die Zeit kommt, hol sie hervor und lasse sie wieder leben. Alles Gute

Dein Onkel Friedrich

soeben von einer 1-wöchigen Tour vom Lago Maggiore zurück.

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


 Smileys einfügen