und dann geht das ganze doch noch weiter.hab aber auch nicht gedacht, dass es enden wird. das mit den argentiniern. das mit argentinien. dieses formbare, klebende, geraeuschsintesive aber geruchslose etwas, das wie ein stueck plasma mit leben hier im raume vor mir schwebt. was heisst denn hier, wo ich eigentlich bin. alles was ich weiss, dass ich gerade in buenos aires bin. ich sitze im 12 stock eines riesigen gebaeudes. es ist nacht. ist es nacht?zumindest ist es dunkel. draussen blinkt es in allen formen und groessen.blitze.schreiende menschen die nur so tun als ob.bremsende busse. uhrzeit egal. wir sind in der stadt. schleichen zwischen haendywerbungen, weggeworfenem und ab und zu flattert mir ein rennender arm ins gesicht. es tut weh. doch es tut gut. nach der ohrenschmwerzenden ruhe des dorfes, wo man mittlerweile alles ueber jeden weiss, weil die berge doch irgendwie jedes geraeusch, jedes gerede und selbst die ruhe der siesta wiederhallen. ein paar regentropfen sind auch gefallen. aber nie haette ich gedacht die stadt zu vermissen. doch, ich habe es getan. ich habe es wirklich getan. zwischen all dem schrecklichen was die stadt zu bieten hat ist es mir erst genau das aufgefallen. die unterschiede sind gravierend doch gleichzeitig auch aushaltbar und absolut angenehm. sie sind tolerierbar und gleichzeitig auch anklagend. und machen die drastischen unterschiede dieses landes klar. wo sind die guten argentinier, die unverzichtbar ihre siesta schlafen?in buenos aires gibt es sie nicht. wo sind die alten familienbetriebenden lomitos-schmieden, die deinen zerrenden hunger in magenueberfordernde sattheit wandeln?in buenos aires gibt es sie nicht. wo sind die geschaefte, wo man alles anschreiben lassen kann, weil man sich kennt?in buenos aires gibt es sie nicht. wo ist das halbfaule, chaotische vorsich hin sein, was die argentinier "arbeit" nennen hin?hier gibt es das jedenfalls nicht. wo sind die leute hin, die einen zutexten, weil man einen aktzent hat und ein bischen anders aussieht?hier gibt es kein interesse. und wo sind die leute, bei denen alles schief geht aber doch alles gut ist, weil heute die sonne scheint??ich habe gelernt zu verstehen, warum buenos aires und der rest des landes sich nicht moegen. unterschiede emotonieren. vielleicht schwebt wegen dem glas wein jetzt neben mir dieses stueck. eigentlich ist es garkein plasma. es ist die einbildung irgendwas handfestes zu haben. das man mitnehemn kann. nach deutschland. sich etwas vorstellen zu koennen. aber es ist eher abstrakt. selbst das zu beschreiben, was man  fuehlt, sieht, jede umwandlung in worte ist hier zerhackte abstraktion. doch es ist keine intriege auf dem schlachtfeld der abstraktion. ein fleischer versucht auch die ganze kuh zu verwenden. habe ich deswegen hier schon gekochtes kuhhirn auf keksen geschmiert angeboten bekommen?na das ist nun eine ganz andere frage. ich glaube ich bin ein bischen zu weit abgeraten, dabei wollte ich mir gerade einen mate machen. das fehlen von heizungen jedenfalls macht es, dass weniger kinder zum comedor kommen, weil die menschen hier im winter nicht aus dem haus gehen. denn es ist kalt. trotzdem kochen wir immer froehlich vor uns hin, mit lebensmitteln, die wir auf dem markt gespendet bekommen. wir kochen fuer 10 - 15 kinder immoment. es macht spass. meine geburtstagsfeier war nett. mit gruenen hueten und einer feder. weil bayern deutschland representiert.weil wir bei musik hoch springen und ineinandergehakt mit den armen schaukeln.aber das ist wieder ein anderer cumbia.machts gut!!!viele gruesse und schon bis bald!!!euer jochen fotos gibts es wie immer ein paar neue.

11.6.09 04:26

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bisher 4 Kommentar(e)     TrackBack-URL


judith (11.6.09 04:50)
pedro,
wollte nur mal eben bescheid sagen, dass ich deine seite dann auch mal gefunden hab..
jaaa...
sehr interessante berichte.
neue fotos, gran amigos, sind schoen.

después contá de la capital!
abrazo,
ju.


Martin (11.6.09 21:44)
Lieber Jochen,
soö ist es zwischen Großstadt und Groß-Land...
Wirklich nett beschrieben. Freue mich schon - in 3 Tagen bin ich auch kurz in diesem Raum...
Dein Vatre


Rosie Röbke (12.6.09 10:01)
Hallo guten Tag Jochen,
liest sich für mich etwas "strange" und ich denke,
es ist einfach nicht vergleichbar. Wichtig ist das die Menschen irgendwie zufrieden/ glücklich sind.
Was in dem "Moloch" von Riesenstädten manchmal nicht möglich ist, weil die tägliche Hetze keine Besinnung zuläßt.
Manchmal denke ich, Dein Vater sieht meinen Wohnort und Münster mit ähnlichen Augen...
Bin gespannt auf seine Berichte und wie er das Land erlebt. Der countdown läuft und er ist schon etwas angespannt...
Alles Gute für Dich
Rosemarie




Lutz (14.6.09 18:10)
ey p.peter.
Danke für diesen guten Text.
cuidate loco. nos vemos pronto

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