4.11.2008 ist heute. der letzte monat, wo ist er geblieben?es ist unheimlich viel passiert, viele sachen neu entdeckt, viele neue haende gedrueckt und dabei weiter spanisch gelernt. in den anden gebieten argentinien, gibt es nahe zu an fast allen orten rohstoffe. da diese aber meist aufgrund der moeglichkeiten der billigen ausbeute, statt der heimischen wirtschaft zu helfen abgebaut werden, bilden sich an allen orten "asambleas", wie die meinige. in argentinien ist es nun aber so, dass, jeder der im zustand der unzufriedenheit ist, sich mit 5 lkw reifen, ein bischen patroleum un dein bischen geaest auf die strasse stellt und diese sperrt, um seiner unzufriedenheit ausdruck zu bringen, was bei einer strasse die ins dorf und einer strasse die aus dem dorf fuehrt sich doch schnell bemerkbar macht. das machen die asambleas auch sehr gerne, besonders wenn die grossen lkws der Mineria kommen. um mehr leute zusammen zu bekommen werden dann alle "asambleas" des umlandes zusammen gerufen, man stellt sich gemeinsam auf die strasse, der mate konsum steigt ins unermaeschliche und es liegt der geruch von einem asado in der luft. so verhinderte die asambleas an gleich zwei orten den anfang einer neuen mineria in diesem lande. hinzu kommt, dass es eigentlich das gesetz gibt, das diese verbietet, aber es keine exekutive gibt, die sich um die ausfuehrung dieses gestztes kuemmert. dies machen auch die "asambleas". so kam es dass wir z.B. das letzte wochenende in einem wirklichen nichts waren, ueber nacht, was sehr spannend war, denn in der nacht, wurde ein grosses feuer gemacht, unglaublich viel folklore gespielt, und der traditionelle tanz aufgefuehrt. eine frau ist fuer 2 stunden durchs landgefahren um das ganze mit getraenken zu unterstuetzen und so gab es fernet+cola fuer alle, weil ohne fernet laeuft hier garnichts. ich weiss nicht wo fernet genau her kommt und was es genau ist, aber von dem was es gemacht wird muss es ganz schoen viel geben. die folklore ist hier sehr interessant, weil sie einen voellig anderen rythmus hat, als die musik unseres kontinentes.

Nebenbei gab es noch sehr viel unterricht in der schule, was mir doch ueberraschend viel spass macht. die kinder hier sind alle ziemlich lustig drauf, auch wenn sie probleme mit dem englischen und nicht die geringste idee haben warum sie das lernen, und bis vor einer woche dachten, ich waere aus den staaten, aber auch garnicht wissen wo das liegt  bzw. was die staaten genau sind, kommen wir doch sehr gut miteinander aus. mit drei anderen freiwilligen, die auch hier in chilecito sind, haben wir zusammen ein comedor(essenstafel) fuer kinder eroeffnet, der in dem vorort ist, wo auch die schule ist. das heisst ich bin dann den ganzen tag mit den gleichen kinder zusammen, weil diese von der schule zur tafel gehen, und dannach spielen wir gemeinsam spiele und erfreuen uns an dem spielzeug, das wir von den spenden gekauft haben. das haus wurde von argentinischen handwerkern fertiggestellt, d.h. ueber all gucken kabel aus der wand, taeglich sperrt sich ein kind im klo ein, weil die tuer nicht die selbe groesse wie der rahmen hat, den raum kann man erst verlassen, wenn man die klinke wieder in die tuer gesteckt hat und der zementmischer dient jetzt als spielzeug. den kinder ist das aber alles egal, die sind froh uebers essen und das spielzeug und wir darueber, dass das alles so gut klappt. ich werde auch noch fotos genauso wie diesen text in diesem moment hochladen.

2 Kommentare 4.11.08 05:02, kommentieren

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Feliz primavera, feliz dia de maestro, feliz dia de estudiantes, feliz dia de alumnos, feliz dia de professores, feliz....fuer alles und jeden gibt es hier einen tag in Ehren. so hatte ich seitdem ich an der schule in san miguel, einem vorort chilecitos unterrichte, in 2 wochen, drei tage frei. Darunter war der Tag der Maestros, Der Tag der Leher, der Tag der Schueler und waere der Tag der Studenten und der des Fruehilngsanfangs nicht auf einem Sonntag gewesen haette es nochmal frei gegeben. Letztens war auch ein Tag der Sekretaerinnen, wo dann alle Sekretaerinnen dementschprechend frei hatten. Die Schule mit c.a. 120 Kindern ist insgesamt eher spaerlich, so gibt es keine materiallien, keine buecher und die meisten kinder kommen ohne tornister zur schule. seit letzter woche setze ich das fort, was ein freiwilliger aus den Staaten angefangen hat...den kindern zumindestens basisenglisch bei zu bringen, weil diese schule sonst keinen englisch lehrer hat, und die kinder, wenn sie auf die secundaria kommen, eigentlich schon englisch koennen muessten. nach dem unterricht gehe ich dann mit den anderen lehrern mit und schaue mir die anderen faecher an oder spiele mit den kindern fussball auf dem hof der schule. was sehr schoen ist, weil man dabei diesen wunderbaren blick auf die gewaltigen berge hat. die schule hat einen hund, der immer in der schule unterwegs ist und ueberall mit dabei ist. an drei tagen der woche unterricht ich somit und die restlichen tage bin ich dann in den bergen mit den asambleas. dort, an der besagten strassensperre, hat man SEHR viel ruhe, blick auf die berge, nur geraeusche der natur und kann entspannt ein mate nach dem anderen trinken und diskutieren kann.die strassensperre befindet sich an der "zufahrtsstrasse" die in ein unvorstellbar grosses, fast unbewohntes gebiet fuehrt in dem auch auf 4780m die ehemaligen mienen befinden, die,wenn es nach der regierung geht, ploetzlich wieder aktiviert werden soll. wobei sich kandaische grossivenstoren und regierung gerne was zu schenken haben. am letzten sonntag hatte ich glueck und konnte durch zufall und umsonst mit einem 4x4 Wagen mit in die berge bis zur miene auf die besagte hoehe fahren. die fahrt hat insgesamt 6 stunden gedauert, durch fluesse, vorbei an gewaltigen schluchten, felsformationen und vielen bunten bergen, fotos werde ich die tage hoch laden. ganz oben angelangt, ist die luft sehr duenn, der blick zum einem auf den sich ueber einem befindenden rest gletscher und die stillgelegte miene liegt halb verrottet mit unglaublich viel muell, was einen ziemlichen abstrakten blick abgab. das gold wurde von hier aus mit einer unglaublich verrueckten seilbahn die dort endet und in chilecito anfing. diese bahn ist wohl einmalig in der welt und wurde von deutschen konstruiert, gebaut und nach chilecito verschifft. letzte woche war ich mit den asambleas in der hauptstadt der region, welche ziemlich schoen und glueklichwerweise richtig gruen ist! dort hat man den ganzen tag vor dem rathaus demonstriert, mit allenmoeglichen menschen aus dem ganzen "bundesland", was sehr spannend war, weil die leute aus allen gesellschaftlichen kommen und mann viel reden kann.                                                                             

der fruehling hat hier angefangen, d.h. das gruen was es gibt, wird richtig gruen, dort wo es wasser gibt, waechst alles wie verrueckt und tagsueber wird es deutlich waermer, die sonne hat jetzt schon unglaubliche kraft. mit der familie, in der ich wohne, verstehe ich mich sehr gut, wir kochen viel zusammen, wobei mir die selbstverstaendliche rollenverteilung zwischen mann (kochen) und frau (den kompletten restlichen haushalt) ein bischen fremd ist. trotzdem ist es total angenehm in dieser familie zu leben, weil man alles ganz entspannt angehen laesst, stresse waere, wenn es am sonntag kein asado gaebe. was hier glaub ich seit 20 jahren nicht mehr passiert ist. die toten tiere beim fleischer gegenueber sind zu 100% verwertbar, d.h. man isst hier alles. casa de piedra, der "supermarkt", auch gegenueber,  bietet einem eine familiaere atmosphere beim einkaufen. hier wird man noch geholfen. bringen auch gerne den einkauf ins haus, setzten sich zum essen dazu und gehen dann wieder zurueck zur arbeit. so trifft man jeden tag neue menschen, und jeder kennt den anderen irgendwie ueber drei ecken.frage: ach ich brauch noch nen fahrrad. antwort: ahhh....ich kenn da jemanden, der hat nen freund und. der hat..... den rest machen wir dann morgen. all das und noch vieles mehr, hat dazu gefuehrt, dass mein spanisch endlich viel besser wird und ich den dialekt endlich lerne zu verstehen.

Den Link fuer die Fotos findet ihr am rechts, am bildschirmrande.

und kann jemand hier zu was sagen:Schwarzes
Kapuzenshirt von Adidas ist weg, dafür gibt es jetzt eine von Carhatt?? Irgendwer muss wohl zuhause in muenster vor meiner abreise was vertauscht haben!!!!

5 Kommentare 30.9.08 06:13, kommentieren

endlich finde ich zeit, hier den anfang fuer das ganze jahr zu machen. immoment ist siesta, bei winterlichen temperaturen von 28 grad, und das ganze dorf zieht sich ins haus zurueck. bin am samstag, nach eineer woche in buenos aires, hier in chilecito angekommen. man kann sagen, dass zwischen buenos aires und chilecito ein kontrast herrscht, der sich sehen lassen kann. das dorf ist sehr tranquillo, man kennt sich. ueberall im dorf hat man blick auf die gebirgskette namens famatina, die ueber dem dorf nochmal knapp 4000 meter hinusragt. da es hier sogut wie keine wolken gibt, kann man diese immer gfut sehen. die ersten beiden tage hier hatte ich, um die familie kennen zu lernen, welche sehr nett und gleichzeitig auch saehr gross ist. gestern gab es das traditionelle asado (grillen) welches den ganzen tag in anspruch nimmt und nach welchem ich seit 24 stunden noch immer kein hunger verspuehre. wahrscheinlich spielt der mate (eine art tee, aus vielen kraeutern, der aehnlich wie kaffe wirkt) dabei eine rolle, den wir hier den ganzen tag trinken, welcher unteranderem den hunger stillt. meine arbeit wird morgen abend beginnen, dann wird es naemlich eine versammlung meiner organisation geben. man kann sagen, dass diese organisation, ein bischen wie gallien ist, denn ich werde wohl mit anderen leuten der organisation fuer drei tag hoch in die anden fahren und eine strassensperre gegen die kanadischen unternehmen mithelfen zu errichten. das ganze dorf steht hinter dieser organisation und da die menschen hier wesentlich emotionaler sind, geht es hier wohl sehr zu sache. demonstrieren und oeffentlichkeitsarbeit sind hier ein bischen "lauter". nebenher werde ich noch englisch in einer sekundarstufe I geben, aber erst, wenn mein spanisch ein bischen besser geworden ist. sowieso gibt es hier viele moeglichkeiten dinge zu tun. insgesamt sind die verhaeltnisse, wie wir sie in deutschland kennen, schon sehr anders.

ansonsten kann man sagen dass todo bien ist und ich gespannt auf die naechsten tage bin.hoffe eucht gehts gut,

asi no mas. pedro

4 Kommentare 1.9.08 20:58, kommentieren